Retail Media bleibt Amazons schnellstwachsende Sparte 

Amazon hat den Umsatz mit Werbung auf seinen Seiten im ersten Quartal um 44 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf rund 3,9 Mrd. Dollar erhöht. "Es war ein starkes Quartal bei den Werbeeinnahmen", sagte CFO Brian Olsavsky. Allerdings ging die Corona-Krise auch nicht ohne Spuren an Amazon vorbei: "Wir haben begonnen, einen gewissen Rückzug der Anzeigenkunden und einen Preisdruck zu beobachten ... aber das wurde durch den anhaltend starken Traffic, den wir auf der Website haben, ausgeglichen". Amazon hat sich in der Krise auf lebensnotwendige Produkte konzentriert und viele andere Lieferungen daher hinten an gestellt oder - wie in Italien oder Frankreich - gar nicht mehr angeboten. Entsprechend haben die Händler ihre Werbung für diese Produkte zurückgezogen.

Amazons deutsche Werbetochter weist für 2019 Umsatzerlöse von über 853,5 Millionen Euro aus – im Jahr zuvor waren es erst 313 Millionen Euro. Damit gewinnt das Retail-Media-Geschäft auch in Deutschland erheblich an Fahrt.

In diesem Jahr wird Amazon voraussichtlich die Video-Werbung auf seinen Seiten ausbauen, um Marken bessere Werbemöglichkeiten zu geben.

Im turbulenten 1. Quartal hat Amazon den Umsatz um 27 Prozent auf 75,5 Mrd. Dollar gesteigert und damit die Erwartungen übertroffen. Da der Gewinn aufgrund der hohen Ausgaben zur Bewältigung der Corona-Krise niedriger als erhofft ausfiel, sank der Aktienkurs nach Börsenschluss um rund 5 Prozent. Dennoch hat der Börsenwert von Amazon in den vergangenen zwei Monate um rund 300 Mrd. Dollar zugelegt.

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