Otto holt Sabine Jünger als neue Chefin für "Advertising Services"

Otto wertet sein Retail-Media-Business auf, nennt es nun "Advertising Services" und holt Sabine Jünger als Nachfolgerin des zu Media-Saturn abgewanderten Torsten Ahlers. 

Jünger ist in der Branche keine Unbekannte. Nach Stationen bei AOL, SPIEGEL, Amazon Advertising und zuletzt Pinterest wird die 52-Jährige nun Direktorin Advertising Services bei Otto und berichtet an Bereichsvorstand Marc Opelt. Der hat die Retail-Media-Anteilung zu einem eigenen Direktionsbereich aufgewertet, weil das Werbegeschäft eine der "drei Säulen unserer Plattform" und "im Herzen von Otto" angekommen sei. Zahlen zur Bedeutung dieser Sparte liefert Otto nicht, aber der Blick zu Amazon zeigt das Potenzial: 87 Prozent Wachstum auf 7,9 Mrd. Dollar Umsatz hat die Werbesparte dort im zweiten Quartal erzielt. Kein Segment wächst so schnell (und liefert dabei so hohe Margen) wie das Werbegeschäft. Das will Otto logischerweise auch für sich nutzen. Auf etwa 2 Mrd. Euro wird der Markt in Deutschland geschätzt. 

Die Nachfrage der Händler, die auf der Suche nach einer Alternative zum überfüllten Platzhirschen Amazon sind, kommt fast von allein. Zur Zeit besteht die Herausforderung in diesem Geschäft darin, möglichst schnell gute Werbeprodukte anbieten zu können. Die First-Party-Daten helfen den Plattformbetreibern aktuell, dauerhaft gutes Targeting zu ermöglichen.

Aus Sicht von Jünger klingt das ähnlich: "Wir stehen in Deutschland noch am Anfang der Entwicklung – gerade gegenüber den USA ist da noch viel zu holen. Aber Marketer haben die Relevanz erkannt und shiften immer mehr Budget in diesen Bereich. Das liegt vor allem an der Messbarkeit von Retail Media, die ist einfach besser als in vielen anderen Marketing-Disziplinen. Wir können genau aufzeigen, welche Maßnahmen die Kund*innen wie erreichen. Darin ist OTTO Retail Media extrem gut aufgestellt. OTTO hat über 10 Millionen aktive Kund*innen und kann für die Vermarktung auf First-Party-Daten zurückgreifen. Das wird besonders relevant, wenn Cookies in der heutigen Form nicht mehr nutzbar sind "

Einen Schwerpunkt will Jünger auf die Suche legen. "Aus Endkund*innenperspektive ist vor allem die Suche relevant. Kund*innen gehen auf eine Plattform, suchen nach einem Produkt und wollen möglichst schnell gute Angebote bekommen. Dafür spielt die Search-Funktion eine entscheidende Rolle, aber eben auch das Angebot, das den Kund*innen dann zu erst präsentiert wird". 

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