Criteo startet Self-Service-Tool für Retail Media in Europa

Im Mai hat Criteo seine Buchungsplattform für Retail Media in den USA und Kanada gestartet; nun folgt Europa. Hersteller oder Agenturen können nun Werbeplätze gleichzeitig auf verschiedenen Händler-Websites buchen, um potenzielle Kunden am Point of Sale zu erreichen. "Marken erreichen mit Retail Media hochwertige und passgenaue Zielgruppen auf Basis von First-Party-Daten und sehen einen unmittelbaren Effekt ihrer Werbegelder auf den Sale", hofft Criteo-EVP Geoffroy Martin. Im Gegenzug können Online-Händler vergleichsweise einfach ins schnell wachsende Retail-Media-Geschäft einsteigen, indem sie ihre Werbeflächen dort anbieten.

Bisher haben Plattformen wie Alibaba, Amazon, Otto oder Zalando die Werbeflächen auf ihren Marktplätzen in Eigenregie verkauft. Dieses Retail-Media-Geschäft gehört zu den schnellstwachsenden Werbegattungen und wird nach einer Schätzung von WARC in diesem Jahr 58,5 Mrd. Dollar erreichen. Weltmarktführer ist Alibaba, gefolgt von Amazon, Pinduoduo und JD.com. In Deutschland gehören (neben Amazon) Zalando und Otto zu den führenden Anbietern. Zusammen werden die drei Unternehmen in diesem Geschäftsfeld voraussichtlich mehr als eine Mrd. Euro Umsatz in diesem Jahr erzielen und damit den Großteil des Retail-Media-Geschäfts in Deutschland auf sich vereinen.

Kleinere Händler haben sich bisher schwergetan, die nötige Technologie aufzubauen. Criteo will das Geschäft nun mit seiner Buchungsplattform skalieren. Nach einer – von Criteo in Auftrag gegebenen - Studie von Forrester Research würden neun von zehn Marken vermehrt Budgets in Retail Media verlagern, wenn die Werbetechnologien der Händler eine bessere Messbarkeit, mehr Kontrolle und Transparenz bringen würden.

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