Amazons Retail-Media-Geschäft wächst in Q2 etwas langsamer

Die Corona-Krise hat das Retail-Media-Geschäft von Amazon im zweiten Quartal etwas verlangsamt. Zwar weisen die Quartalszahlen des Unternehmens in der Rubrik "Anderes", wozu wesentlich die Werbeeinnahmen beitragen, ein Wachstum von 41 Prozent auf 4,2 Mrd. Dollar in diesem Zeitraum aus. Doch Berechnungen von Merkle zeigen, dass sowohl die Einnahmen aus den Sponsored Product Ads als auch aus Sponsored Brand Ads im zweiten Quartal langsamer gewachsen sind als im ersten Quartal. Zwar sind die Klicks in beiden Kategorien gestiegen, aber die CPCs sind in der Corona-Zeit zum Teil dramatisch gefallen. Offenbar waren die Werbekunden in der Corona-Zeit nicht bereit, massiv in die Werbung zu investieren, weil "systemrelevante" Produkte ohnehin gekauft wurden. Da das Online-Geschäft von Amazon aber im zweiten Quartal um 49 Prozent zugelegt hat, ist im dritten Quartal wieder mit einer Normalisierung und einer Rückkehr zum alten Wachstumspfad zu rechnen. Dafür spricht auch, dass Amazon seine Werbeausgaben nach einer "Corona-Pause" zumindest in den USA wieder hochgefahren hat.

Insgesamt bedeutet die geringe Verlangsamung aber einen steigenden Marktanteil, da die wichtigen Konkurrenten Google und Facebook im 2. Quartal deutlich langsamer gewachsen (Facebook) oder sogar geschrumpft sind (Google).

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